1.      Korea                                                
2.      Geschichte Koreas

1. Korea

Korea bedeutet soviel wie
„Land der Morgenröte“ oder „Land der Morgenstille“.
Die Halbinsel liegt im Herzen Ostasiens am östlichen Ende des asiatischen Kontinents zwischen China und Japan.
Sie erstreckt sicht sich rund 1000 km in südlicher Richtung
und ist an der schmalsten Stelle 216 km breit.
Im Norden bilden die Flüsse Amrok und Duman
die Grenze zu China und Russland.
Etwa in Höhe des 38. Breitengrades verläuft eine neutrale Zone,
die Nord-Korea von Süd-Korea trennt.
Im Süden erstreckt sich Korea bis zur Insel Jeju.
Die Halbinsel ist von 3000 Inseln umgeben und hat eine Gesamtfläche
von ca. 222 154 km2 ( 99 392 km2 Süd-Korea / 122762 km2 Nord-Korea).
Rund 70 % der Fläche Koreas ist Gebirge.
Die Koreaner gehören zu den ältesten Kulturvölkern der Erde.
Sie sind eine ethnische Familie und sprechen eine gemeinsame Sprache.
Anthropologen vermuten, dass die Koreaner von verschiedenen Mongolenstämmen abstammen, die vor allem in der Jungsteinzeit
(ca. 5000 - 1000 v. Chr.) und in der Bronzezeit (ca. 1000 - 300 v. Chr.)
von Zentralasien in die koreanische Halbinsel eingewandert sind.
Wie viele Völker der Erde führt auch das koreanische Volk
den Ursprung des Landes auf eine Legende zurück.
Der Beginn der koreanischen Geschichte
wird mit dem Jahr 2333 v. Chr. angegeben.
In diesem Jahr soll der heilige Dan Gun
das erste Königreich „Gojoseon“ gegründet haben.
Die Hauptstadt Koreas Hanyang, das heutige Seoul,
wurde bereits 1394 gegründet.
Es ist bewundernswert, dass Korea trotz der mächtigen Nachbarländer
seine Eigenständigkeit als Staat bewahrt hat.
Korea hat eine eigene Sprache und Schrift, eine eigene Kultur,
die sich gänzlich von der Chinas und Japans unterscheidet.

2. Geschichte Koreas

Der Beginn der koreanischen Geschichte
wird mit dem Jahr 2333 v. Chr. angegeben
 In jenem Jahr wurde das Reich Gojoseon
von dem legendären König Dan Gun gegründet.
 Im ersten vorchristlichen Jahrhundert existierten drei Reiche:
Goguryeo, Baekje und Silla.
Diese drei Königreiche breiteten sich über die gesamte Halbinsel
und einem Teil der Mandschurei aus.
Von Historikern wird dieser Geschichtsabschnitt
die „Zeit der Drei Reiche“(57 v. Chr. – 668 n. Chr.) genannt.
Im Jahre 668 n. Chr. besiegte Silla die beiden anderen Königreiche
und vereinte die Halbinsel erstmals im Jahre 676.
Während der Zeit des Vereinigten Silla- Reichs (676 - 935)                           
erlebte die Halbinsel eine kulturelle Blüte im Bereich der buddhistischen Kunst.
In der nachfolgenden Goryeo-Zeit (918 - 1392)
bildete sich in Korea eine aristokratische Regierungsform heraus.
Der Buddhismus war Staatsreligion
und übte einen starken Einfluss auf Politik und Verwaltung aus.
Aus dem Namen des Königreichs Goryeo
leitet sich die heutige Bezeichnung „Korea“ ab.
Die Joseon-Dynastie (1392 - 1910) war Koreas letztes Herrscherhaus.

Die Könige von Joseon drängten den Buddhismus zurück
und übernahmen den Konfuzianismus als Staatsideologie.
Während der Herrschaft des vierten Joseon-Monarchen,
König Sejong der Großen (1418 - 1450), erlebte Korea eine nie da gewesene Blüte. Zu der wichtigsten kulturellen Leistung gehört u. a. die Entwicklung des koreanischen Alphabetes Hangeul im Jahre 1443.
Die Hauptstadt Hanyang, das heutige Seoul, wurde 1394 gegründet,
und noch heute finden sich hier Paläste und Stadttore aus dieser Zeit.
Die Joseon-Zeit endete durch die japanische Invasion im Jahre 1910.
Die Besatzung Koreas durch Japan bestand 35 Jahre lang
und endete am 15. 08. 1945
durch die Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg.
Nach der Befreiung des Landes durch die USA und Russland
teilte man Korea in einen nördlichen und südlichen Teil.
Durch den einsetzenden Kalten Krieg sowie die Teilung des Landes
entstanden zwei ideologisch entgegen gesetzte Lager.

Am 15. August  1948 wurde im südlichen Teil die Republik Korea
mit ihrem ersten Präsidenten Syngman Rhee gegründet.

In den folgenden Jahren spitzten sich die Konflikte zwischen beiden koreanischen Staaten weiter zu und führten schließlich am 25. Juni 1950 zum Koreakrieg.
Dieser dauerte drei Jahre bis zum Waffenstillstandsabkommen von 1953,
das noch heute in Kraft ist.     
Dem Krieg fielen fast drei Millionen Koreaner zum Opfer.
Er hinterließ ein vollkommen zerstörtes Land
mit Millionen von obdachlosen Koreanern.
Nach diesen verhängnisvollen Jahren stand Süd Korea
vor enormen wirtschaftlichen Schwierigkeiten
In den 60er und 70er Jahren fand eine rasante Industrialisierung statt.
Die Folge war ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum,                
das von vielen Entwicklungsländern als Modell und Vorbild betrachtet wird.
Die Wiedervereinigung bleibt das lang ersehnte,
aber schwer zu erreichende Ziel vieler Koreaner.
Das Scheitern des Kommunismus der Sowjetunion
und in Osteuropa sowie die Wiedervereinigung Deutschlands
haben in Korea neue Hoffnung geweckt.
Zu Beginn der 90er Jahre wurden einige offensichtliche Fortschritte bei der Annäherung zwischen dem Norden und Süden erreicht.
Jüngste Entwicklungen deuten auf einen Durchbruch
in eine neue politische Richtung zwischen den koreanischen Staaten hin. 

Die Regierung Nord-Koreas hält heute noch am Kommunismus fest
und schottet sich in Großen und Ganzen von dem Rest der Welt ab.
Der Regierungssitz ist in Pjöngjang.

Wir wünschen uns von ganzen Herzen,
das die beiden Staaten wieder zueinander finden.             
Wir hoffen das sie das gleiche Glück erfahren, wie wir hier in Deutschland.